Veröffentlicht am 21. September 2026

Am 18. September um 07:30 Uhr haben wir uns mit fünf Fahrzeugen vom Marktplatz Perchtoldsdorf auf den Weg gen Süden gemacht. Mit dabei waren Martina und Herbert Bachmaier mit ihrer Mercedes Pagode, Marius Gschmeidler mit einem Mercedes SL, Martin Luptacik mit seinem VW T2, Philipp Prochaska mit dem BMW E21 und das Vater-Sohn-Gespann Gunther Pany und Julian Breis im Porsche 924.

Erst Ampeln, dann Vergnügen

Möglichst nahe an der alten Reichsstraße zu bleiben, war auf den ersten Kilometern anstrengend. Wer im Konvoi fährt und dabei jede Ampel möglichst gemeinsam passieren will, braucht Geduld. Nach Wiener Neustadt änderte sich das, ab da wurde das Fahren zum Vergnügen. Auf dem Semmering gab es den ersten Kaffee, und dort kam auch schon der Hinweis, dass der Auspuff der Pagode gefährlich nah am Boden schaukelte.

Ein Halsband für die Pagode

Beim nächsten Stopp in Frohnleiten legten wir uns unter den Wagen und sahen sofort, was los war: Beide Gummihalterungen des Auspuffs waren gerissen. Gegenüber stand zum Glück ein Lagerhaus. Gummi gab es dort keinen, wohl aber ein Lederhalsband, gedacht für den schlanken Hals eines Chihuahuas. Julian reparierte damit den Auspuff, ergänzt um ein paar von Philipps Kabelbindern. Die Notlösung hielt bis zum Schluss.

Am frühen Nachmittag machten wir einen kurzen Schlenker zur Bierbotschaft Herzog in Wundschuh und haben dort wunderbar gegessen. Danach ging es zurück auf Kaisers Spuren und weiter bis nach Ljubljana, wo wir übernachteten.

Triest, voll besetzt

Am Samstag fuhren wir die restlichen rund 100 Kilometer gemütlich nach Triest. Dort war so viel los, dass in der angepeilten Garage San Giusto kein Platz mehr frei war. Fünf Fahrzeuge sind nicht viel, aber passende Parkplätze im Konvoi durch eine volle Stadt zu finden, wird dann doch spannend. In der Ausweichgarage kam Martin mit dem T2 nicht hinein, der Bus war zehn Zentimeter zu hoch.

Als alle Autos untergebracht waren, trafen wir uns am Canale Grande zu Kaltgetränken. Auch dieser Abend war voller Humor, Bonmots und Negronis.

Eine Sonnenuhr für Martin

In Triest hat Martin Luptacik Familie: Sein Onkel Paolo Albéri Auber ist als Gnomoniker bekannt, also als Experte für Sonnenuhren, und hat sich intensiv mit den historischen Sonnenuhren und Mittagslinien der Stadt beschäftigt. Dazu zählt die Meridiana im Börsengebäude, eine historische Mittagslinie im Inneren des Palazzo della Borsa.

Auf der Piazza della Borsa steht außerdem eine begehbare analemmatische Sonnenuhr im Freien, die Paolo Albéri Auber erstellt hat. Dort ist man selbst der Zeiger: Wer sich auf das aktuelle Datum stellt, zeigt mit seinem Schatten die Uhrzeit auf dem Pflaster an. Martin hat sie am Samstag erklärt, das Video zeigt ihn dabei.

Zurück, jeder für sich

Am Sonntag fuhren wir mit der Tram Richtung Opicina, stiegen beim Obelisken aus und bewunderten die Sportler, die bis dort hinauf gelaufen waren. Wir selbst spazierten wieder hinunter in die Stadt, setzten uns in unsere alten Kisten und fuhren individuell nach Hause. Ein Teil der Gruppe, so munkelt man, machte noch einen Stopp im schönen Kärnten.