Veröffentlicht am 28. September 2026

Bild oben (v.l.n.r.): WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Sebastian Jeschko (GF Kern Tec), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und David Wagner (Leiter operatives Geschäft Kern Tec). Foto: NLK Khittl

Das Impulsprogramm digi4wirtschaft des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftskammer NÖ geht in die nächste Runde. Ab dem 1. Oktober 2026 kann die Förderung für KI- und Digitalisierungsprojekte wieder beantragt werden. Verkündet haben das Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker bei einem Betriebsbesuch im Unternehmen Kern Tec in Herzogenburg, gemeinsam mit Geschäftsführer Sebastian Jeschko und David Wagner, dem Leiter des operativen Geschäfts.

Zwei Millionen Euro für die neue Runde

Für die Neuauflage stellen Land und Wirtschaftskammer gemeinsam zwei Millionen Euro zur Verfügung, eine Million davon kommt von der WKNÖ. Mikl-Leitner sagt dazu: „Digitalisierung ist dann erfolgreich, wenn sie den Betrieben ganz konkret etwas bringt: weniger Zettelwirtschaft, einfachere Abläufe, geringere Kosten und mehr Zeit für das eigentliche Geschäft.“

Ecker verweist auf die Vielfalt der Branchen im Land. So unterschiedlich diese seien, so unterschiedlich seien auch die Möglichkeiten, Digitalisierung im eigenen Betrieb sinnvoll einzusetzen. Genau hier setze die Initiative an.

Drei Säulen, bis zu 25.000 Euro pro Projekt

Das Programm ruht auf drei Säulen. Die erste heißt „digi kickstart“: Workshops, in denen Best-Practice-Beispiele im Mittelpunkt stehen, Vorteile und Zukunftsaussichten gezeigt werden und für das Thema sensibilisiert wird. Die zweite Säule sind Beratungsleistungen. Die dritte betrifft die konkrete Umsetzung von Digitalisierungsprojekten, dafür gibt es finanzielle Unterstützung von bis zu 25.000 Euro pro Projekt.

Was bisher passiert ist

Seit Bestehen der Initiative wurden nach Angaben des Landes über 2.100 Projekte mit rund 44 Millionen Euro gefördert. Daraus ergeben sich über 88 Millionen Euro an förderbaren Investitionen. Auch der Digitalisierungsgrad der niederösterreichischen KMU ist gestiegen: Er lag 2023 bei 50 Prozent und erreichte im Vorjahr 66,4 Prozent.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt Kern Tec, das in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie tätig ist. Dort war die vollständige digitale Vernetzung aller Geschäftsbereiche ein wesentliches Ziel. Interne Abläufe wurden effizienter und transparenter, optimiert wurden Qualitätsmanagement, Logistik, Produktionsplanung, Buchhaltung und Personalprozesse. Weitere Beispiele aus dem Programm sind die Bäckerei Hager, die unter dem Motto „Wenn mit KI gebacken wird“ neue technologische Möglichkeiten nutzt, und das Logistikunternehmen BTG, das mithilfe von KI seine Lkw-Routen optimiert.

Wo Betriebe die Unterlagen finden

Detaillierte Informationen, die Kriterien und das Antragsformular gibt es ab 1. Oktober 2026 auf der Seite des Landes Niederösterreich: noe.gv.at, Impulsprogramm digi4Wirtschaft.

Partnerhinweis: Gut beraten mit unseren Partnern

Wer beim Thema KI nicht allein losmarschieren möchte, hat bei uns ein bisschen Heimvorteil: Zwei Partner von regio-aktuell.at beschäftigen sich beruflich genau damit. DOCSENSE KI Development ist als zertifizierter KI-Berater der Wirtschaftskammer Niederösterreich gelistet. Das IT-Unternehmen aus Perchtoldsdorf unterstützt Betriebe dabei, künstliche Intelligenz rechtssicher und effizient in bestehende Arbeitsabläufe zu integrieren. Auch auf der KI-Plattform des Innovationsservices TIP NÖ von Land und Wirtschaftskammer ist DOCSENSE KI Development gelistet. com.pany | ai solutions hilft mit KI-Workshops, KI Governance und Ethik sowie KI-Development und legt Wert auf DSGVO-konforme Lösungen. Ob sich eine Beratung im Rahmen von digi4wirtschaft fördern lässt, entscheiden die Förderkriterien, die ab 1. Oktober veröffentlicht werden.